AAL und AAW – Die Lösung in der Pflege 4.0 Welt?

Ja und Nein!
Was bedeutet diese Begrifflichkeit eigentlich?
Sie steht für „Alltagstaugliche Assistenzlösungen für ein selbstbestimmtes Leben und Arbeiten“ und soll dafür Sorge tragen, dass pflegebedürftige Menschen so lange als irgend möglich in ihrer Häuslichkeit leben können. Ziel ist es zum einem die Vermeidung von vollstationärer Pflege und zum anderen, dass Mitarbeiter langfristig zufrieden, eigenverantwortlich und sicher ihrer hoch komplexen Tätigkeit nach gehen können.Der andere Aspekt von Pflege 4.0 ist in AAW (Ambient Assist Work) zu finden. Als Arbeitgeber entspricht es der Fürsorgepflicht, sich um die maximal mögliche Entlastung der Mitarbeiter zu kümmern. Einmal zurück zu vorangegangenen Blogbeiträgen: Pflege 4.0 als Managementrahmen für ein respektvolles und effektives Miteinander hat Vertrauen und Zufriedenheit als oberstes Ziel. Das sollte das Bestreben der Führungskräfte (Leader) in einem Unternehmen sein. Dafür lassen sich Unterstützungssysteme durchaus sinnstiftend so einsetzen, dass für beide Seiten eine zielführende Arbeit heraus kommt.Wie?
Die digitale Vernetzung hat mehrere große Vorteile, die es zu erwähnen gilt. Einer davon ist, dass Informationen (Daten) über den Zustand von Klienten schnell und ohne Aufwand erfasst und weitergeleitet werden. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen (Handlungen) helfen den Pflegekräften die richtigen Entscheidungen im individuellen Kontext mit den Wünschen und Bedürfnissen der Pflegebedürftigen zu treffen.
Das Bedürfnis, nach Sicherheit und somit die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist eines der Grundbedürfnisse menschlichen Handelns, damit Zufriedenheit überhaupt erst einmal hergestellt werden kann. Diese Sicherheit hilft auch Zeit zu sparen. Zeit die dann wiederum für den Menschen eingesetzt werden kann. Für den zu Pflegenden und den Pflegenden!

Stichwort: „Mehr Zeit für Pflege“ Sie erinnern sich, das war das Ziel von
Pflege 4.0!

Eine andere Seite von AAW ist es, die Arbeitsrahmenbedingungen mitarbeiterindividuell so zu erfassen, dass dem Mitarbeiter ein Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt werden kann, der eine störungsfreie Arbeit möglich macht.
So können Sensoren erfassen, ob bei Alleinarbeitern (siehe Nachtdienst) ein kritisches Ereignis vorliegt. Stichwort: Stürze oder auch gesundheitliche Beschwerden. Das erhöht die Sicherheit. Es kann auch die Umgebungsbeleuchtung automatisch der Anwesenheit des Mitarbeiters angepasst werden.
Noch wichtiger ist aber auch die wirklich unterstützende Software! Software, die Informationen möglichst barrierefrei aufnimmt (siehe Sprachsteuerung) und diese dann an der richtigen Stelle zielführend wieder ausgibt.
Die Zukunft wird dann in AAW-Techniken liegen, wie zum Beispiel digitale Brillen, die über Sensoren erkennen, wo sie sich befinden und wen sie vor sich haben. Alle für den Moment relevanten Informationen werden auf dem Display der Brille eingeblendet. Die Brille holt sich auch die aktuellen Vitalwerte ggf. inkl. den Blutzuckerwerten und gibt die dafür hinterlegten Maßnahmen vor. Damit ist es möglich, viele Tätigkeiten routinierter und sicherer ablaufen zu lassen.
Die Fehleranfälligkeit wird damit dramatisch sinken!

Fazit:
AAL und vor allem AAW sind zukunftsweisende Ansätze, die in jeden kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) gehören. Die Frage: „Können wir das was wir tun, noch besser machen?“ Sollte stets im Kontext einer Pflege 4.0 Organisation authentisch und ehrlich gestellt werden.